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Die globale Krise fordert eine dynamisch-meditative F√ľhrungskultur
von Martin Horack | Download

Mittlerweile ist es jedem klar: Auf allen Ebenen ist Veränderung angesagt! Sei es beim Klima, den Börsen, oder in der globalen Wirtschaft. Selbst unsere kleine persönliche Welt ist vor Wechsel und Wandel nicht sicher.

Beziehungen und Freundschaften entstehen und lösen sich auf. Netzwerke wachsen und verändern sich. Rasante technologische Entwicklungen, Genmanipulation, tief greifende Umstrukturierung in Konzernen oder in der Gesellschaft und eine Menschheit die im Zeitraffer durchs Internet jagt, hinterlässt ihre Spuren in uns.

Buddha & BusinessUnsicherheit, Angst, oft auch Widerstand gegen das Neue sind die Folgen dieser Ver√§nderung. Doch heute kann es sich kein Unternehmen und auch keine F√ľhrungskraft mehr leisten an starren Denkmustern, an √ľberholten Ideologien und dogmatischen Konzepten festzuhalten.

Jeder von uns ist gefordert gewohnte Verhaltensweisen in Frage zu stellen, neu hinzuschauen, zu lernen, wach zu sein und flexibel eine Antwort auf die jeweilige Herausforderung zu finden. Spiritualität und Arbeitsalltag werden dabei mehr und mehr ineinander fließen.

Eine k√ľrzlich ver√∂ffentlichen Studie √ľber Future Values, also Werte die zuk√ľnftig unser Leben bestimmen, brachte es auf den Punkt:

Menschen in F√ľhrung brauchen heute Intuition, innere Balance, sie m√ľssen mentale Ressourcen mobilisieren, d.h. lernf√§hig sein, ein ganzheitliches Selbstmanagement praktizieren, lateral denken, und sie bevorzugen Firmen mit spirituellem Leadership.

Es kommt der so genannte “matriarchal swing”. Frauen mit ihren emotional kompetenten Qualit√§ten von divergentem Denken bis hin zu effektivem Beziehungsmanagement werden mehr Einfluss bekommen. Innere und √§u√üere Mobilit√§t, K√∂rperbewusstsein und die Bereitschaft sich st√§ndig zu erneuern werden weitere Trends sein, die sich schon abzeichnen. Die Studie spricht von “liquid modernity”. Alles flie√üt, alles ver√§ndert sich.

Viele Firmen haben dies erkannt und ob es nun “Emotionale Intelligenz”, “Change-Management” oder “Kreativit√§tsreserven freilegen” genannt wird, es zielt alles in die selbe Richtung: F√ľhrungskr√§fte von heute m√ľssen sich im Umfeld der Arbeit auch pers√∂nlich entfalten k√∂nnen, um zu H√∂chstleistung zu gelangen.

Diese in der Studie genannten F√§higkeiten werden erg√§nzt durch gegenseitige Unterst√ľtzung, Respekt und faire Behandlung der Kollegen. Gelebte Werte werden eine gr√∂√üere Rolle spielen. Kurzum, die spirituelle Kompetenz von allen Beteiligten ist auch die Grundlage f√ľr wirtschaftlichen Erfolg.

Die Reife eines Menschen wächst aber mit seinem Bewusstsein, und das wiederum entwickelt sich durch Achtsamkeit und Meditation am besten. Ohne diesen Anteil der spirituellen Kompetenz sind die besten Konzepte und Ideen wenig wert, da die Mitarbeiter sie nicht adäquat umsetzen können. Zu viele Hindernisse stehen im Weg. Wenn Entscheidungen und Strategien nicht umgesetzt werden, kann es unter anderem an Misstrauen, Machtgerangel oder Autoritätskonflikten liegen.

Das Ego ist der gr√∂√üte Feind des Wandels. Andere Gr√ľnde k√∂nnen mangelhafte Kommunikation, Projektionen auf Chefs und Mitarbeiter, R√ľckzug in Zynismus, zuviel Stress oder innere K√ľndigung sein. Verhalten, das man als unbewusst-destruktiv bezeichnen k√∂nnte und das ebenso seine Wurzeln im egozentrierten Denken hat. Daraus ergibt sich sich die Notwendigkeit zur Entwicklung einer “bewussten” F√ľhrung, und damit zur Entwicklung einer achtsamen, meditativen aber auch dynamischen Firmenkultur.

Die Tatsache, dass sich Bewusstsein positiv auf unser Leben auswirkt,
braucht nicht betont zu werden. Wir sollten allerdings hinschauen, welche Eigenschaften durch Achtsamkeit und Meditation besonders gefördert werden. Diese positiven Nebeneffekte wirken nachhaltig in uns, sie erzeugen Klarheit, Zentriertheit, Zufriedenheit und Lebendigkeit.

Achtsamkeit steigert die pers√∂nliche Kompetenz oder auch den inneren Reifegrad eines Menschen sie gibt ihm dynamische Gelassenheit. Sie wirkt auch auf Mitmenschen in Form von guter Ausstrahlung, kreative Atmosph√§re oder sogar Charisma. Andere f√ľhlen sich in einer achtsamen Pr√§senz wohl, egal ob Kunden, Gesch√§ftspartner oder Mitarbeiter.

Bewusstsein ist allerdings kein Fast Food. Es l√§sst sich nicht in ein paar Seminartagen als Input vermitteln und funktioniert dann von selbst, da es sich dabei um die Aufhebung von tiefen Konditionierungen und uralten Gewohnheiten handelt, die ebenfalls √ľber Jahre hinweg unbewusst praktiziert wurden.

Jede F√ľhrungskraft sollte deshalb eine zu ihr passende Meditationspraxis finden sowie verschiedene Methoden im Alltag anwenden und “√ľben”. Aus dieser Quelle von Gelassenheit ist Flow und damit H√∂chstleistung erst m√∂glich.

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